Tausende besuchen ehemaligen Dienstsitz von Stasi-Chef Mielke
Am vergangenen Samstag besuchten mehrere tausend Menschen bei einem Bürgertag die denkmalgerecht sanierte ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Zu DDR-Zeiten war das Gebiet an der Normannenstraße viele Jahrzehnte lang der Dienstsitz von Stasi-Chef Erich Mielke. Für 11 Millionen Euro wurde das Areal saniert. Neben der Besichtigung wurde eine gemeinsame Ausstellung der Stasiunterlagenbehörde (BStU) und der Antistalinistischen Aktion veranstaltet.
Vom Ex-Chef der Stasiunterlagenbehörde Joachim Gauck wurde der als Museum genutzte Komplex als eine "Apotheke gegen Nostalgie" bezeichnet. Die Besucher konnten sich das Dienstzimmer von Mielke und in die Archiv-Räume der BstU ansehen. Daneben demonstrierten Mitarbeiter die Restaurierung von Akten, die Ende 1989 von Stasi-Kräften zerrissen worden waren.
Des Weiteren gab es Diskussionsveranstaltungen, bei denen Bürgerrechtler über ihre Schicksale Auskunft gaben. Unter ihnen befanden sich auch Ulrike Poppe und Vera Lengsfeld, die eine umfassende Aufklärung über die Tätigkeiten westdeutscher Bürger für die Stasi forderte. Lengsfeld machte zudem auf "erhebliche Defizite" im Geschichtsunterricht in Schulen aufmerksam: "Die Defizite liegen in den Lehrplänen - vor allem in den ostdeutschen Ländern."
1989 zählte die DDR-Staatssicherheit ca. 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzu kamen 180.000 Informelle Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit, von denen 3.000 in Westdeutschland tätig waren.
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Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Potsdam
Bundesland:
Brandenburg
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
35 m ü. NN
Fläche:
187,27 km²
Einwohner:
154.606
Autokennzeichen:
P
Vorwahl:
0331
Gemeinde-
schlüssel:
12 0 54 000